Lyrik – Seelenmann

Gedanken – Gedichte – Lyrischer Art

Mein Wunschausehen in Zukunft 2021

Zeichnung 2019
Kleinformat – Zeichenblätter

Der noch Seelenmann 2020

Zeichnung 2020
Kleinformat – Zeichenblätter

Vom Seelenmann zum Hetero-Mann

Acryl-Malerei-Collage-Zeichnung
Größe: 60 x 60cm
Auf Leinen

Reflektion

Ich sitze da und grüble über mich nach, ob jemand mich lieben würde,
Mein Blick auf mich, ist ein ganz anderer als mich Menschen wahrnehmen,

Ich reflektiere mich und finde tausende Punkte, die, dagegensprechen.
Vielleicht weil ich mich jetzt nicht liebe, meinen Körper ablehne.

Weil ich erst mich erleben muss, um mich sehen zu können.
Ich erwarte mir viel zu viel in dieser Zeit, wo Frauen mich ja gar nicht sehen.

Sie gehen an mir vorbei, nehmen mein Wesen war, sind verwirrt, manche lächeln.
Aber niemand wagt es mich anzusprechen und mich zu fragen, was so verwirrend ist für sie.

Das soll sich ändern, in den nächsten Wochen und Monaten, bin gespannt auf diese Zeit. Mein Ziel zu erreichen bin ich mit allen Auf und Abs bereit, auch wenn ich ein Zweifler bin.

Auch wenn ich mich reflektiere, so bin ich immer bei mir, dem Mann.
Ich lebe in der Mitte meines Seins und ruhe darin wie ein stiller See.

Reflektion

Ich sitze da und grüble über mich nach, ob jemand mich lieben würde, Mein Blick auf mich, ist ein ganz anderer, als mich Menschen wahrnehmen, Ich reflektiere mich und finde tausende Punkte, die, dagegensprechen.
Vielleicht weil ich mich jetzt nicht liebe, meinen Körper ablehne.

Manchmal, tieftraurig und dann wieder hoffnungsvoll mit guten Gefühlen unterwegs. Manchmal mein Herz voll Liebe überquillt, das niemand haben will,

Aber was wäre ein Leben ohne schöne Träume? Es wäre traurig wie ein Kinderlachen, das verschwindet und wir es gar nicht bemerken.

Ich lebe und liebe, das sind schöne Gefühle, die ich hoffe, nie mehr zu verlieren!
Und in meine Welt als Mann mitnehmen werde und sagen kann: Ich liebe mich!

Denn das hat mir bisher alles gefehlt, ich mochte mich noch nie.
Ich bin eigentlich ohne Selbstliebe mein bisheriges Leben durchgewandert.

Reflektion

Ich sitze da und grüble über mich nach, ob jemand mich lieben würde,Mein Blick auf mich, ist ein ganz anderer, als mich Menschen wahrnehmen,

Ich reflektiere mich und finde tausende Punkte, die, dagegensprechen.
Vielleicht weil ich mich jetzt nicht liebe, meinen Körper ablehne.

 

Reflektion© Ulf Reisinger Aug. 26.2020

Ich werde erst geboren

Ich werde erst geboren und ich muss erst gehen lernen,
Meine Seele und die des Mädchens werden ihre Rolle tauschen.

Ich trete nun in den Vordergrund als Mann.
Ich muss erst gehen lernen als Mann mit allem was dazu gehört.

Nicht nur mein Reden, mein Tun, sondern der ganze Körper wird sich verändern.
Diese guten Gefühle wärmen mich und machen meine Seele glücklich.
Endlich darf ich nach außen treten, nach so vielen Jahren mich öffentlich zeigen.
Es ist für mich unbeschreiblich, überwältigend das Gefühl, da ich mich ja wie neu geboren fühle.

Das gehen fällt mir nicht schwer, die Veränderung in mir vielleicht,
Ich weiß noch nicht was mit mir Gefühlsmäßig sich ändern wird.
Wird meine Liebe zu Frauen noch stärker als jetzt?
Was fange ich an mit meiner Pubertät?
In die ich jetzt kommen werde mit Pickelgesicht und vielem mehr.

Ich werde erst geboren und ich muss erst gehen lernen,
Meine Seele und die des Mädchens werden ihre Rolle tauschen.
Ich trete nun in den Vordergrund als Mann.
Ich muss erst gehen lernen als Mann mit allem was dazu gehört.

Wie werden die Frauen auf mich reagieren, da ich doch ein ganz anderer Mann sein werde,
Als die Frauen gewohnt sind und welche Gefühle löse ich in ihnen dann aus?
Es liegt so viel Spannung und gute Gefühle für mich in der Luft.
Alles kaum zu erfassen für mich ich gehe mir entgegen als Seelenmann zum hetero Mann.
Es ist für mich unbeschreiblich was sich jetzt schon in mir verändert hat.

Meine Nachbarn, meine Familie steht hinter mir, sie sind so neugierig wie ich, auf mich!
Viele Leute in den letzten Wochen zeigen ihr ehrliches Interesse an meinem werden.
Und man sieht es in meinem Wesen wie viel Glücklichsein darin liegt.
Es ist schön neben meiner Verliebtheit zu einer außergewöhnlichen Frau.
Diese Gefühle möchte ich nicht mehr missen!

Ich werde erst geboren und ich muss erst gehen lernen,
Meine Seele und die des Mädchens werden ihre Rolle tauschen.
Ich trete nun in den Vordergrund als Mann.
Ich muss erst gehen lernen als Mann mit allem was dazu gehört.

Ich werde erst geboren© Ulf Reisinger Aug. 21. 2020

Ein ganz besonderer Mann

Ich werde alles an dir lieben,
Ich trage keine Maske, um dir zu gefallen,
Nein, du sollst wissen, so bin ich, so sehe ich aus.
Ich bin ein besonderer Mann.

Deinen Gang, deine Art wie du sprichst, einfach du sein,
Ich werde versuchen dir ein Partner, ein Liebevoller, zu sein.
Ich stehe für dich gerade, wenn du mich brauchst,
Ich lasse dich frei, wenn du das willst,
Ich bin ein ganz besonderer Mann.

Du sollst so sein, wie du bist und nicht eine Rolle spielen,
Nein, ich habe schon so viele Märchen erlebt,
Ich kann es heute schnell durchschauen,
Über diese Jahre bin ich hinaus gewachsen.
Ich werde für dich ein ganz besonderer Mann sein.

Es muss die Chemie zwischen uns stimmen,
Die Seelen sich spüren, ohne Worte sich verstehen,
Einen schönen Abend verbringen in der Abendsonne,
Zu spüren was sich in unseren Seelen bewegt.
Denn ich werde ein ganz besonderer Mann für dich dann sein.

Wenn du mich inspirierst im Schreiben, Malen, oder Zeichnen,
Ich deine Vorlieben lieben lerne, die du mitbringst, in unsere Zeit des Zusammenseins.
Du, so wie ich, verrückt sind nach uns und wir wie Kinder werden.
Die Tage verrinnen und wir uns erst nach Tagen wieder fangen.
Das möchte ich für dich sein, meine Frau in meinen Träumen.
Dein ganz besondere Mann zu sein, das wünsche ich mir!

Der besondere Mann© Ulf Reisinger 2020

Der Morgenhimmel ohne dich

In der Morgensonne, der Glanz der Nacht versiegt,
Alles ist auf Kommandos getrimmt,
Ein neues Leben beginnt, wir wissen noch nicht wie,
Es ist undurchsichtig und trüb,
Mit einer traurigen Melodie,

Der Morgenhimmel ohne dich,
Das Heranrollen, des Zuges, der mich ins Ungewisse fährt,
Der Trance ähnliche Zustand ist zurück, ich folge ihm,
Mit dem Inhalt einer Flasche, den wohligen Gefühlen entgegen geh,
Und schaue den Lauf des Lebens zurück, wie es einmal war.

Der Morgenhimmel ohne dich,
Oh, Fluss des Lebens du fließt immer noch,
Deine Farben in grünblau getaucht, mit weißen Schnellen,
Die Grenzen unendlich weit entfernt, weit offen dieses Land,
Die Gedanken verschwimmen in eins, sie sind nicht mehr zahm.

Der Morgenhimmel ohne dich,
Musik, Musik mich in andere Sphären bringt,
Die Klänge die Texte, mich berühren und führen,
Weit in das unbegrenzte Land der Fantasie ich mich bewege,
Um die Worte zu finden, in dieser unendlich langen Zeit.

Der Morgenhimmel ohne dich!

Der Morgenhimmel ohne dich© Ulf Reisinger 5.6.2020

Oh, holde Weiblichkeit, dein Ende naht…

Du, die tote Weiblichkeit, die ein Kind gebar.
Du, die mich durch das Leben getragen, du liegst im Sterben,
Und ich werde geboren und trete zu Tage.
Ich wanderte mit dir und nun mache ich bald meine ersten Schritte.

Und voller Erwartung, trete ich dieser Welt meiner Umgebung, entgegen.
Dich abgestreift und abgelegt mit ein paar Schnitten, die mich zum Vorschein bringen.
Ich fühle mich dann ganz und doch den Schmerz, dich zu verlassen,
Deine Hülle, die mich verbarg, mir oft den Atem zum Leben nahm.
Wir zwei in Hass und Liebe vereint gewesen, vielleicht werde ich dich sogar vermissen.

Ich starb in dir tausend Tode, die das Leben uns beiden schickte.
Ich sehe uns kämpfen ums Überleben, und sah uns oft am Abgrund des Lebens stehen.
Und doch musste alles wieder weiter gehen, im Kampf mit mir und dir.
Der Schmerz hat uns immer wieder, in Gefangenschaft, der Hilflosigkeit uns geeint.
Wenn ich ganz am Boden mit dir robbte, und uns die Todessehnsucht in den Fängen hatte.

Oh, holde Weiblichkeit, dein Ende naht.

Es ist der Schmerz der mich fast umgebracht, dass ich ganz allein in deiner Hülle darb.
Und doch wir wieder in Harmonie ich mich ergab, deiner Äußerlichkeit,
Da es für mich kein Entrinnen gab, ich für immer, der ungesehene Teil, unserer Seelen war.
Niemand nahm mich je wahr. Ich existierte nicht.
Eingekerkert in deiner Hülle die mich wie ein Mantel umgab.

Mein Schmerz niemals leben zu dürfen und dies zu wissen, riss mich in diese Tiefen.
Die Drogen und der Freund Alkohol ließen mich das alles vergessen.
Mich hat man vergessen zu wecken, ich bin und war dir ergeben und dankbar.
Diese Welt durch deine Augen zu erblicken und ertasten, riechen, erleben zu dürfen.
Du meine Hülle die mich für immer verbarg.

Oh, holde Weiblichkeit dein Ende naht.
Du, die tote Weiblichkeit, die ein Kind gebar.
Du, die mich durch das Leben getragen, du liegst im Sterben,
Und ich werde geboren und trete zu Tage.
Ich wanderte mit dir und nun mache ich bald meine ersten Schritte.

Ich höre, meinen festen Schritt im Klang des Asphalts,
Mein Gang ein anderer, meine Stimme dunkel und rau, so hoffe ich,
Nichts mehr was mich an dich erinnern wird, holde Weiblichkeit,
Im Gesicht ein drei Tage Bart, meine Männlichkeit erwacht.
Ich noch einmal durch ein Tal des Schmerzes der Geburt gehe und mich gebäre.
Es wird so ein Wunder sein, als wir damals, als du das Kind geboren hast, unsere Tochter.
Wie stolz ich damals auf uns war, so werde ich, so hoffe ich, dann auf mich sein!

Oh, holde Weiblichkeit dein Ende naht.

Oh, holde Weiblichkeit ©Ulf Reisinger 28.5.2020

Unsichtbar für Dich…

Ich bin müde, es ist November und meine Seele tief traurig,
Ich werde nicht erkannt, da es mich als Mann nicht gibt.
Man reduziert mich auf die Brust des Frauenkörpers.
So lange wandere Ich schon neben euch.
Ohne mich zu mögen.
Ich hasse mich an manchen Tagen sehr stark,
Dann nehme ich es wieder gelassen, was solls,
ich kann nichts dagegen mehr machen.

Ich frage mich so vieles, darf ich als Mann auch zugeben, dass ich tief traurig bin?
Ich bin es und ich sage es euch da draußen, die ihr mich nie sehen könnt.
Es trifft mich heuer ganz stark in dieser Jahreszeit.
Bitte nur Mitgefühl und kein „Du tust mir leid“.
Das tue ich mir selbst.
Ich mag Mitleid nicht nur Mitgefühl, wer immer das liest.
Ich bin tief traurig und tue mir unheimlich leid.

Melancholie nenne ich meine Verstimmung im Herbst,
Den trüben Tagen, wo kein Sonnenstrahl mein Herz erwärmt.
Ich kann an das Leben keine großen Ansprüche mehr stellen.
Denn es ist die Endzeit, der ich nun begegne.
Meine Lebensjahre sind schon gezählt, ich weiß nicht wie viele mir noch geschenkt.
Unsichtbar wie ich bin, kann ich mich absolut nicht leiden,
Mein Aussehen hasse ich diese weibliche Hülle, die mich zur Frau gemacht.

Der Herbst des Lebens hat mich erreicht und ich habe noch keinen Tag gelebt.
Wenn es doch noch Hoffnung für mich geben soll,
so ergreife ich diese Chance und werde auch äußerlich zu einem Mann.
Mein Lebenslanger Wunsch sich dann erfüllt.
Und mir noch Zeit geschenkt, so  ich mich leben kann!
Das wünsche ich mir, für mich!

Unsichtbar für dich© Ulf Reisinger 2019